Die ländlichen Gebiete verbergen ein großes Entwicklungspotential, die zum Fortschritt der Region, zu besseren Lebensbedingungen führen, den Einheimischen bessere Chancen hinsichtlich der Zukunft bieten. Die Entwicklung des ländlichen Raumes kann man von mehreren Seiten angehen, üblicherweise bietet eine Erfassung der aktuellen Situation die Basis für die Formulierung der Entwicklungsvorstellungen.

Eine Form der Entwicklung des ländlichen Raumes kann das Errichten eines sog. Naturparks sein.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Naturpark?

Als offizielle juristische Kategorie existiert dieser in Ungarn derzeit noch nicht, die Thematik ist jedoch westlich von uns hochgradig geregelt. Auch die Qualifizierung eines Gebietes als Naturpark erfolgt mittels eines eigenen Gesetzes. Hinsichtlich der Anzahl, der Organisierung und staatlichen Förderung liegt Frankreich an führender Stelle auf dem Kontinent, aber auch in Österreich gibt es mittlerweile mehr als 30 Naturparks, die von der Bundesregierung und den Ländern Förderungen erhalten.  

Die wichtigsten Merkmale eines Naturparks sind folgende:
  • Einheitliche Kulturlandschaft, mit einheitlichem Erscheinungsbild.
  • Er verfügt über bedeutende Naturwerte, üblicherweise liegt dieser in einem Landschaftsschutzgebiet.
  • Er wird eine auf das Prinzip der erhaltbaren Entwicklung bauende komplexe Raumentwicklung umgesetzt.
  • Seine Existenz basiert auf der Zusammenarbeit von den Siedlungen und sonstigen regionalen Akteuren.
  • Im Laufe seiner Funktion schafft dieser Einklang zwischen dem Naturschutz und der wirtschaftlichen Tätigkeit.
  • Die Gegend ist - in erster Linie wegen der Schönheit der Natur - für sanften Tourismus,  zwecks Ruhe und Erholung besonders geeignet.
  • Er verfügt über eine der Ruhe und Erholung dienenden Hintergrund-Infrastruktur.
  • Er verfügt über eine Organisation von juristischer Persönlichkeit, die den Naturpark den Zielen entsprechend, einheitlich plant, entwickelt, verwertet, pflegt, beschützt und führt.
Hinter dem Begriff Naturpark verbirgt sich in Wahrheit eine besonders wertvolle, typische Landschaftseinheit, die üblicherweise ein Naturschutzgebiet ist und auch für Erholungsziele geeignet ist. Die Naturparks sind Kulturlandschaftseinheiten, die schonende Formen der Ausschöpfung der Provinz darstellen. Durch die Pflege der Landschaft bleibt deren Charakter erhalten, und durch den Ausbau einer speziellen Infrastruktur (z.B. Touristenwege, Lehrpfade, Museen usw.) werden sie auch für ein breiteres Publikum zugänglich. Sie sind Naturschutzgebiete oder deren Teile, die in hohem Maße zur Ruhe, zum Verbringen der Freizeit,  zur Entspannung, zur Vorstellung der natürlichen und geschichtlichen Werte einer Gegend und zur Übermittlung der an diese anknüpfenden Kenntnisse geeignet sind und bei denen die Voraussetzungen einer fachkundigen Informationslieferung und der Verwaltung von Werten aufzufinden sind.

Ziel des Naturparks

  1. Werteschutz: Das Bewahren der einheitlichen Kulturlandschaft, die Rettung der kulturellen Werte
  2. Naturschutz: Schutz der Lebensräume, Arten, usw., Landschaftspflege und -betreuung
  3. Umweltschutz: die Minimalisierung der schadhaften Umwelteinflüsse
  4. Ländliche Entwicklung: Förderung der sozialen bzw. wirtschaftlichen Entwicklung unter Einbezug der Lokalinitiativen
    • Forst-, Wiesen- und Wasserwirtschaft (Förderung der traditionellen naturfreundlichen Wirtschaftungsmethoden und -formen, Verbreitung der Biowirtschaft)
    • Handwerk (Bewahrung der in der Region heimischen Handwerksberufe)
    • Industrie (umweltschonende Techniken, Unternehmen auf Wissensbasis)
  5. Tourismus (Ökotourismus, Förderung des umweltbewussten Tourismus, Entwicklung der - der  Ruhe, und Erholung dienenden - touristischen Infrastruktur)
  6. Siedlungsentwicklung (Erneuerung der Dörfer)
  7. Umweltbewusste Erziehung
  8. Stimulierung der Kooperation: Förderung der Zusammenarbeiten
Der Mensch als Landschaftsgestalter

Seit Jahrtausenden beeinflusst und ändert der Mensch die Landschaft, seine Umgebung. In den vergangenen Jahrhunderten bzw. Jahrzehnten hat sich dieser Vorgang beschleunigt, die Umwelt wird von zahlreichen negativen, schadhaften Einflüssen getroffen. Ziel des Naturparks ist, die wirtschaftlichen Grundlagen der Region unter Beachtung der ökologischen Grundregeln der Landschaft zu sichern. Die Menschen werden sich aber nur dann um die Erhaltung der ökologischen Ressourcen ihres Lebensraumes bemühen, wenn dadurch ihre wirtschaftliche Existenz nicht gefährdet wird. Als Benutzer bzw. Gestalter der Landschaft ist der Mensch ein sehr wichtiger Bestandteil dieser. Ziel des Naturparks ist, dass der Mensch auch im Rahmen seiner Tätigkeit die natürlichen Begebenheiten in Betracht zieht, der Naturpark soll die Landschaft unter Einbezug des Menschen bewahren.

Die Auswirkungen des Naturparks

Die Naturparks tragen zur Bewahrung der typischen Kultur- und Naturlandschaft bei. Gleichzeitig hat der Naturpark auch eine quantitative Auswirkung und zwar primär im Tourismus, in erster Linie auf dem Gebiet des Ökotourismus´, des Dorftourismus, des an die landwirtschaftlichen Produkte anknüpfenden Tourismus, bzw. Radtourismus und Gesundheitstourismus. In den regionalen Förderungen verbergen sich im touristischen Bereich, in der Landwirtschaft und Industrie hervorragende Möglichkeiten. Durch die Stärkung der wirtschaftlichen Struktur werden Arbeitsplätze geschaffen bzw. eröffnen sich sekundäre Erwerbsmöglichkeiten. Im Bereich der umweltbewussten Bildung und Erziehung sind weitere Möglichkeiten vorhanden. Die Besucher der Naturparks werden dazu motiviert, bewusst auf ihre Umwelt zu achten und diese auf eine umweltfreundliche Art zu behandeln. Im Rahmen dessen kann die erlebnisreiche Form der Weitergabe von Kenntnissen eine maßgebliche Rolle spielen.
Der Naturpark kann auch als wissenschaftliches Forschungsgebiet aufgefasst werden, da er Möglichkeiten dazu bietet, wirkungsvolle Maßnahmen zur Beseitigung der in diesen Regionen vorhandenen wirtschaftlichen und ökologischen Zielkonflikte zu entwickeln und umzusetzen. Der Naturpark ist ein Lebensraum: ein sensibles, komplexes System, in dem verschiedene Faktoren wirken und sich gegenseitig beeinflussen.


Die Europäische Union hat 1989 ihr Phare Hilfsprogramm gestartet, das die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reformvorgänge der mittel- und osteuropäischen Staaten, Albanien, Bulgarien, Tschechei,  Estland, Polen, Lettland, Litauen, Ungarn, Rumänien, Slowakei und Slowenien unterstützt.
Auf Initiative des Europa Parlaments hat die Europäische Union 1994 im Rahmen des Phare Programms 150 Millionen ECU für das, die grenzüberschreitende Kooperation der Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft und der mittel-osteuropäischen Länder unterstützende Phare CBC Programm (Cross Border Cooperation) bereitgestellt.
Dessen Teil ist das Phare CBC Programm Ungarn-Österreich, welches ein komplexes Raumentwicklungs-Rahmenprogramm der Grenzregionen ist. Das Programm förderte die Entwicklung der Komitate Gyôr-Moson-Sopron, Vas und Zala zwischen 1995 und 1999 mit einem Betrag von 35 Millionen ECU (etwa 8,7 Milliarden Forint). Die Wirkung der Förderung wird durch die verbindliche 25-prozentige Kofinanzierung durch Ungarn, sowie durch die weiterführende Wirkung der Entwicklungen verstärkt.

Die Förderung wird, im Rahmen von jährlich zugelassenen Projekten, unter folgenden Prioritätsbereichen aufgeteilt:
  • Raumplanung und -Entwicklung
  • Entwicklung der technischen Infrastruktur
  • Wirtschaftsentwicklung und Kooperation, Fremdenverkehr
  • Entwicklung der Humanressourcen
  • Natur- und Umweltschutz
Die Zielsetzungen des Programms, dessen strukturelles und Entscheidungssystem passt sich in hohem Maße dem Interreg IIA Programm an, welches die österreichische Grenzregion unterstützt. Da das Interreg IIA Programm, welches Burgenland und Wien betrifft, Bestandteil der Strukturellen Fonds  der Europäischen Gemeinschaft ist, konnten die am Phare Programm teilnehmenden Komitate durch das Programm die in der Europäischen Union übliche Verfahrensordnung und die Praxis der Raumentwicklung kennen lernen.

Was war das Ziel des Phare CBC Programms Ungarn-Österreich?
  • Die Verstärkung der grenzüberschreitenden Kooperation der ungarischen und österreichischen Grenzgebiete, die Bekämpfung der zwischen den zwei Ländern in der Lebenshaltung und in der Entwicklung bestehenden Unterschiede, die Wiederherstellung der Jahrhunderte lang bestehenden integrierenden regionalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verbindungen mit Mitteln und in jener Qualität, die dem Ende des zwanzigsten Jahrhundert entsprechen
  • Die Unterstützung der zwischen den örtliche und regionalen Organisationen der ungarischen und österreichischen Grenzregion zustande kommenden Zusammenwirkungsnetze, Abstimmungsforen, gemeinsamen Institutionen - die Verbesserung der guten Nachbarschaftsverhältnisse
  • Die Vorstellung des in der Europäischen Union heimischen Institutionssystems, der Verfahrensordnungen, Beschlussmechanismen den örtlichen und regionalen Teilnehmern, auf die Interessen, die Initiative und den intensiven Lernvorgang der örtlichen und regionalen Gemeinschaften aufbauend.
  • Die Ausbildung des zur koordinierten Entwicklung der grenzüberschreitenden Regionen notwendigen interregionalen Institutionssystems.
  • Das Raumplanungssystem und die -praxis von Österreich und Ungarn stärker zu öffnen.
  • Beschleunigung des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Übergangs von West-Ungarn.
  • Die Entwicklung der technischen, hauptsächlich der Verkehrs- und Wirtschaftsinfrastruktur der Grenzregionen.

Es war das Einrichten des Phare CBC Programms durch die Europäische Union, was den Stoß zur Gründung des Naturparks Írottkô-Geschriebenstein, als einer Vorstellung, die den vorher genannten Zielen in komplexer Weise entspricht und die als Beispiel der über die österreichisch-ungarischen Grenze hinübergreifenden Zusammenarbeit dienen kann, gegeben hat.
Die Idee der Realisierung des Naturparks Írottkô-Geschriebenstein ist schon am Ende der achtziger Jahre aufgekommen. Die Vorbereitungsarbeiten wurden von dem zur Gründung des Nationalparks Fertô-Hanság gebildeten österreichisch-ungarischen gemischten Ausschuss begonnen.
Auf der österreichischen Seite wurde bereits im Jahre 1994 mit den tatsächlichen Arbeiten begonnen. Zur feierlichen Eröffnung des Naturparks Geschriebenstein ist es am 16. Mai 1996 gekommen. Auf der ungarischen Seite konnte die Umsetzung des Naturparks nur mit einem bedeutenden Verzug begonnen werden, schließlich ist es am 28. September 1997 soweit gewesen.
Der einheitliche Naturpark erstreckt sich auf der österreichischen Seite jenseits der Grenze der Gemeinden Rohonc (Rechnitz) und Léka (Lockenhaus), auf der ungarischen Seite - außer des Landschaftsschutzbezirkes von Kôszeg (Güns) - über die Verwaltungsfläche von sechs Siedlungen, namentlich jener der Gemeinden Bozsok, Cák, Kôszegdoroszló, Kôszegszerdahely, Velem und der Stadt Kôszeg (Güns). Der Naturpark wurde nach dem sich an der österreichisch-ungarischen Grenze erhebenden, 882 m hohen Berggipfel Írottkô (Geschriebenstein) benannt.


Bis heute noch ist der am 17. April 1997 Verein für den Naturpark Írottkô der Motor für die Gründung und für den Betrieb des Naturparks. Der Verein kann in der Hinsicht, dass sie sowohl Privatpersonen, Unternehmen, die Gemeinden der Region, als auch den Nationalpark Fertô-Hanság, die Forstwirtschaftsaktiengesellschaft von Szombathely (Szombathelyi Erdészeti Részvénytársaság), die Savaria Tourist GmbH, ferner naturverbundene, bzw. Stadtverschönerungsvereine und Vereine des öffentlichen Lebens verbündet als einzigartig angesehen werden.
Ziel des Vereins ist die Ausarbeitung und das Abstimmen der die Entwicklung des Naturparks Írottkô-Geschriebenstein betreffenden Ideen: die abgestimmte Entwicklung der natürlichen und baulichen Umgebung, des Fremdenverkehrs und der Wirtschaft der betroffenen Ortschaften; die Umsetzung der natur- und umweltschützenden Erziehungs- und Bildungszielsetzungen im Naturpark; ferner der kontinuierliche und enge Kontakt mit dem österreichischen Naturpark Geschriebenstein innerhalb des Rahmens der grenzüberschreitenden Kooperation, die Harmonisierung der Entwicklungen, und langfristig die Vereinigung der beiden benachbarten Naturparks.
Das leitende Organ unseres Vereines ist der Vorstand, der drei Mitglieder zählt. In Belangen die die Gemeinden betreffen und der Vorbereitung von Beschlüssen mit einer größeren Tragweite jedoch tagt ein erweiterter Vorstand. Dessen Mitglieder sind außer den Vorstandsmitgliedern die Vertreter der Mitgliedergemeinden, bzw. die Verantwortlichen der Fachbereiche Natur- und Umweltschutz, Forst- und Landwirtschaft, Erholung- und Gastwirtschaft, der Kultur und Raumordnung. Der Verein zählt zurzeit fast 80 Mitglieder. Das Informationszentrum Naturpark Írottkô funktioniert in der historischen Innenstadt von Kôszeg, in dem am Jurisics Platz gelegenen sog. ?Sgraffito" Haus. Ebenfalls hier wurde auch das Tourinform Büro der Stadt untergebracht. Die fachlichen und personellen Voraussetzungen werden durch die Beschäftigung von 1 Sekretär - Phare Programmverantwortlicher, 1 Raumtouristikmanager und 1 Tourinform-Sachbearbeiter gesichert.

Az Írottkõ Natúrparkért Egyesület Alapszabálya .pdf
Belépési nyilatkozat .doc



Die Stadtgemeinde Kôszeg (Güns) hat erstmals im Jahre 1995 eine Bewerbung an den PHARE CBC Großprojekt Fonds im Namen der im Naturparkprojekt betroffenen Gemeinden eingereicht. Zu diesem Zeitpunkt ergab sich die Möglichkeit zur Finanzierung von zwei Unterprojekten. Das eine ist die Machbarkeitsstudie, als Teil deren die umfassende Statuserfassung erfolgt, die Entwicklungsrichtungen des Naturparks bestimmt werden, ferner Projekte ausgearbeitet werden, die die Realisierung der Entwicklungsziele fördern. Denn allein die Erklärung einer Region zum Naturpark führt nicht zum wirtschaftlichen Wachstum. Diese Art der Raumentwicklung kann in jenem Fall eine Ausbruchsmöglichkeit bedeuten, wenn auf den internen Ressourcen der betroffenen Gegend basierend, die Entwicklung spezifischer Touristikprodukte, die Erweiterung der Auswahl erfolgt und die Verbesserung der Qualität der Dienstleistungen greifbar wird.
Diese Entwicklungskonzeption wurde Ende April 1999 fertiggestellt.
Als zweites Unterprojekt der 1995 genehmigten Bewerbung hat der Naturpark die Förderung für einen Radweg erhalten. Das Projekt setzt sich aus drei Strecken zusammen. Die Radstrecke von Kôszegfalva bis Kôszeg führt im Anschluss durch die Stadt und schließt sich dann nach einer Strecke durch die Landschaft an das österreichische Radwegnetz an. Der Radweg, der die Siedlungen vom Günser Vorland (Kôszeghegyalja) (Kôszeg - Cák - Velem - Kôszegszerdahely - Bozsok) miteinander verbindet, und der die Basisinfrastruktur des Tourismus der Region bildet, wurde 1988 ausgebaut; die technische Übergabe erfolgte im November 1998. Die II. Phase des Naturparks Írottkô wurde im Laufe der Jahre 2000-2001 verwirklicht. Die zu 75% aus dem PHARE CBC Großprojekt Fonds des Jahres 1997 finanzierte Projekt umfasst mehrere, im Naturpark zu realisierende Investitionen. In Kôszeg (Güns) wurde zwecks Untersuchung des kohlendioxydhaltigen Trinkwassers mit Heilwirkung ein Brunnen errichtet.  Es wurde ein Lehrpfad  gestaltet, der den Königstal (Királyvölgy) durchquert. In Bozsok wurde ein Erste Hilfe und Ruheplatz für Radfahrer, in Cák ein Zeltplatz, in Kôszegszerdahely ein Sport- und Freizeitpark realisiert.


Zeltplatz in Cák



Erste Hilfe und Ruheplatz für Radfahrer,
Bozsok


Királyvölgyer Lehrpfad, Kôszeg

Kohlensäurehaltiger Brunnen, Kôszeg




Die Attraktionen des Günser Kleinraumes sind für die Gestaltung von spezifischen und individuellen Touristikprodukten, und dadurch zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit dieser Region geeignet. Im Laufe der Entwicklung muss die Erhaltbarkeit in allen Bereichen des Tourismus als Grundvoraussetzung betrachtet werden, aber innerhalb dessen muss man die Gestaltung von komplexen Touristikprodukten anstreben, die auf individuellen, spezifischen und international wettbewerbsfähigen Anziehungskräften basieren. Ein solches individuelles, umfassendes Touristikprodukt der Günser Region ist der Naturpark. Die Grundlage des Naturparks ist der erhaltbare Tourismus von ökologischem Ansatz, die Bewahrung der Werte der umgebenden Natur, mit diesen einerseits in der Gegenwart zusammenzuleben, und sie auch für die Zukunft zu bewahren. Das Ziel ist, dass der Naturpark Írottkô sowohl in Ungarn als auch im Ausland ein Markenname sein, einen Tourismus von ökologischem Ansatz bedeuten soll, wo die Gäste in einer schönen, sauberen, natürlichen Umgebung die Werte des Landstriches kennen lernen können, wo man auf die Ansprüche der Gäste achtet, wo jedoch der Umweltschutz auch für den Gast wichtig sein sollte.
Im Tourismus stellen die einzelnen Touristikprodukte das zentrale Element des Angebotes dar. Dabei kann es sich um eine einzige Dienstleistung oder ein komplexes Dienstleistungspaket handeln. Die Touristikprodukte der Region sind von den bestehenden Gegebenheiten, deren Anziehungskraft, von dem Entwicklungsstand abhängig. Die grundlegenden Elemente des Angebotes, die regionalen, historischen Gegebenheiten sind externe Faktoren - wir können keinen unmittelbaren Einfluss auf diese ausüben. Die strukturellen Elemente des Tourismus, wie z. B. Unterkunft, Bad, fordern eine bedeutende Kapitalinvestition und können mittel- und langfristig realisiert werden.
Die Naturpark-Touristikprodukte sichern eine gute Basis für die Entwicklung; der Akzent wird auf die qualitative Entwicklung der Produkte, die Neugestaltung, Ausbreitung der Angebotselemente, auf das Einführen von individuellen, neuen Produkten gesetzt.